Jahresrechnung 2025 genehmigt – Finanzlage bleibt angespannt
Der Gemeinderat genehmigte die Jahresrechnung 2025. Auf den ersten Blick präsentiert sich diese erfreulich: Statt des budgetierten Defizits von 4,2 Millionen Franken resultierte ein Ertragsüberschuss von 8,6 Millionen Franken. Die FDP begrüsste dieses Ergebnis, warnte jedoch davor, daraus falsche Schlüsse zu ziehen. Die positiven Zahlen sind vor allem auf ausserordentlich hohe Einnahmen bei den Quellen- und Grundstückgewinnsteuern zurückzuführen und können nicht als dauerhaft betrachtet werden. Gleichzeitig bleiben die Verschuldung der Stadt hoch und die Herausforderungen durch steigende Ausgaben insbesondere in den Bereichen Schule und Alterspflege bestehen. Die FDP bekräftigte deshalb ihre Forderung nach einer massvollen Finanzpolitik und einer stärkeren Berücksichtigung der finanziellen Auswirkungen bei der Stadtentwicklung.
FDP-Antrag bringt Einsparungen bei der schulergänzenden Betreuung
Ein zentrales Geschäft betraf die Subventionierung der schulergänzenden Betreuung. Der Gemeinderat folgte dem bereits in der Vorberatung eingebrachten Antrag der FDP und der Mehrheit der Sachkommission: Der durchschnittliche Subventionsgrad wird künftig auf 40 Prozent festgelegt und die tiefste Tarifstufe wird zu maximal 70 Prozent der Betreuungskosten begrenztsubventioniert. Damit bleiben die Angebote weiterhin breit zugänglich, gleichzeitig wird die Stadt finanziell entlastet. Die Anpassungen führen zu jährlichen Einsparungen von rund 500'000 Franken. Die FDP ist überzeugt, dass damit eine ausgewogene Balance zwischen sozialer Unterstützung und finanzpolitischer Verantwortung gefunden wurde.
Ja zur Sanierung und Erweiterung der Sportanlage Tal
Mit grosser Mehrheit wurde auch der Verpflichtungskredit für die Sanierung und Aufstockung der Garderoben auf der Sportanlage Tal genehmigt. Die bestehenden Anlagen stammen aus dem Jahr 1975 und entsprechen den heutigen Anforderungen längst nicht mehr. Die FDP unterstützte die Vorlage, weil sie den Sportvereinen und insbesondere auch dem wachsenden Frauen- und Mädchenfussball zeitgemässe Rahmenbedingungen bietet. Die Investition stärkt den Vereins- und Breitensport, fördert liefert einen Beitrag zu Integration und Gemeinschaftssinn und stellt sicher, dass die Infrastruktur auch in den kommenden Jahrzehnten genutzt werden kann.
Familienzentrum wird nicht weitergeführt
Der Gemeinderat lehnte die Verstetigung des Familienzentrums ab und folgte damit nicht dem Antrag des Stadtrats und der Rechnungsprüfungskommission. Die FDP hatte sich gegen die Einführung eines wiederkehrenden Kredits von jährlich 109'000 Franken ausgesprochen. Aus Sicht der FDP konnte nach der Pilotphase nicht ausreichend nachgewiesen werden, ob die angestrebten Zielgruppen tatsächlich erreicht werden und welche konkrete Wirkung das Angebot erzielt und ob die angestrebten Zielgruppen tatsächlich erreicht werden. Gerade in Zeiten angespannter Finanzen müssen Projekte anhand klarer Resultate und einer nachvollziehbaren Erfolgskontrolle beurteilt werden. Mit dem Entscheid werden jährlich 109'000 Franken eingespart.
Verantwortung für die Zukunft
Die Beschlüsse der Juni-Sitzung zeigen, dass eine bürgerliche Finanzpolitik Wirkung entfalten kann. Während notwendige Investitionen in die Infrastruktur ermöglicht wurden, konnten gleichzeitig wiederkehrende Ausgaben reduziert und die langfristige finanzielle Stabilität der Stadt gestärkt werden. Die FDP Adliswil wird sich auch weiterhin dafür einsetzen, dass neue Ausgaben sorgfältig geprüft und bestehende Leistungen regelmässig hinterfragt werden.