Zu Beginn der Sitzung erklärte der Grosse Gemeinderat die Motion zur Zwischenfinanzierung des Familienzentrums als dringlich und überwies sie an den Stadtrat. Die FDP sprach sich sowohl gegen die Dringlicherklärung als auch grundsätzlich gegen das Familienzentrum aus.
Anschliessend verabschiedete der Grosse Gemeinderat die Leistungsziele und Indikatoren 2027. Mehrere Anpassungen gehen auf Anträge der FDP im Rahmen der Beratungen der Globalbudgets zurück und stärken die wirkungsorientierte Steuerung der Verwaltung.
Keine Mehrheit fand erneut der kurzfristig eingebrachte Antrag der SP zur Wiedereinführung des Energiestadt-Labels. Die FDP begrüsst diesen Entscheid. Für sie stehen konkrete und wirksame Massnahmen im Bereich Energie und Nachhaltigkeit im Vordergrund und nicht kostenintensive Labels ohne nachweisbaren Mehrwert.
Der Gegenvorschlag zur Volksinitiative «Für bezahlbare Mieten im Alter – Für mehr Alterswohnungen in Adliswil» wurde zur Ausarbeitung an den Stadtrat überwiesen.
Erfreulich aus Sicht der FDP war die Annahme des Berichts des Stadtrats zum Postulat «Förderung der E-Mobilität in Adliswil» von FDP-Gemeinderat Rolf Schweizer als Erstunterzeichner. Damit konnte dieses liberale Anliegen erfolgreich abgeschlossen werden.
Vergabebedingungen für Betreuungsgutscheine aktualisiert
Ein weiterer wichtiger Erfolg war die Überweisung der Motion «Vergabebedingungen für Betreuungsgutscheine» von FDP-Gemeinderat Reto Buchmann an den Stadtrat. Die Motion verlangt transparente und nachvollziehbare Kriterien für die Vergabe von Betreuungsgutscheinen. Das Geschäft wurde intensiv diskutiert und stiess insbesondere bei den linken Fraktionen auf erheblichen Widerstand. Der Grosse Gemeinderat folgte dennoch dem Antrag auf Überweisung.
Bericht zu Artikel 4 Gemeindeordnung (Landverkaufsverbot) eingefordert
Ebenfalls überwiesen wurde das Postulat zur Ausarbeitung eines Berichts zu den Auswirkungen von Artikel 4 der Gemeindeordnung (Verbot für die Stadt Grundeigentum zu veräussern). Auch dieses Geschäft führte zu einer engagierten Debatte und deutlichem Gegenwind seitens der linken Fraktionen. Die FDP ist überzeugt, dass eine fundierte Analyse der Situation die Grundlage für sachgerechte politische Entscheidungen bildet.
Zur Kenntnis nahm der Grosse Gemeinderat anschliessend die Antwort des Stadtrats auf die Interpellation «Finanzielle Tragfähigkeit der städtischen Entwicklung im Rahmen der BZO-Revision» von FDP-Gemeinderat Reto Buchmann als Erstunterzeichner.
Den Abschluss bildete die Kenntnisnahme des Abschlussberichts zum Legislaturplan 2022–2026.
Die Julisitzung zeigte einmal mehr, dass die FDP Adliswil mit konkreten Vorstössen und sachorientierter Politik Verantwortung übernimmt und die Entwicklung der Stadt aktiv mitgestaltet. Ob bei einer wirkungsvollen Verwaltungssteuerung, transparenten Rahmenbedingungen oder einer zukunftsgerichteten Mobilitätspolitik – die FDP setzt sich konsequent für liberale Lösungen und einen verantwortungsvollen Umgang mit den öffentlichen Finanzen ein.