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«Sozialhilfe: Was macht Adliswil falsch?»
Der von der FDP organisierte Sozialhilfe-Anlass, welcher am 16. Januar 2007 in der Kulturschachtle stattfand, war ein voller Erfolg. Rund 70 interessierte Bürgerinnen und Bürger waren anwesend und verfolgten die Podiumsdiskussion.
Die Veranstaltung begann um 20 Uhr mit einem einführenden Vortrag von Mario Senn, Vizepräsident FDP Adliswil. Er informierte sachlich über die aktuelle Situation des Fürsorgebereichs: Mit umfangreichem Zahlenmaterial legte er dar, in welchem Ausmass die Kosten in den letzten 10 Jahren angestiegen sind. Dazu gehörte auch ein Vergleich mit anderen Gemeinden des Kantons.
Präsentation "Sozialhilfe - ein unlösbares Problem?"
Anschliessend folgte das Referat von Rolf Born, Sozialvorstand Emmen (Luzern), zum Thema "Erfahrungen mit dem Einsatz eines Sozialinspektors". Mit über 25'000 Einwohnern ist Emmen eine der grössten Gemeinden der Zentralschweiz. Anschaulich legte Born zunächst dar, in welch starkem Ausmass die Fürsorgekosten seit den 90er Jahren angestiegen sind, was zu einem starken Vertrauensverlust seitens der Emmener Bevölkerung in die Gemeindeverwaltung geführt hatte. Durch die Anstellung eines Sozialinspektors konnten nicht nur Missbräuche aufgedeckt, sondern auch das Vertrauen in die Arbeit der Behörden wieder gestärkt werden. Rolf Born zog eine ausgesprochen positive Bilanz: Die Stelle des Sozialinspektors sei nach Ablauf der zweijährigen Versuchsphase in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis übergeführt worden.
Präsentation "Erfahrungen mit dem Einsatz eines Sozialinspektors"
Den Hauptteil des Abends bildete die Podiumsdiskussion. Unter der Leitung von Journalist Andreas Feichtinger diskutierten Stephan Herzog (Sozialvorstand Adliswil), Robert Wälle (Vizepräsident Sozialkommission Adliswil), Robert Welti (Sozialvorstand Schlieren) und Peter Werder (Präsident FDP Adliswil) über Lösungsansätze, um die Kostenspirale im Sozialwesen zu stoppen. Robert Wälle nutzte die Gelegenheit, um die Informationspolitik des Stadtrates zu kritisieren: Die Transparenz sei dringend zu verbessern, ansonsten könne die Sozialkommission ihre Aufgabe nicht erfüllen. Damit stiess er bei Ressorvorsteher Stephan Herzog allerdings auf wenig Verständnis. Die Kommission verfüge durchaus über die nötigen Informationen. Im Einzelfall könne man beispielsweise nicht einfach eine ganze Familie zum Umzug zwingen, nur um einige Hundert Franken zu sparen. Herzogs Ansichten wurden vom Schlieremer EVP-Politiker Robert Welti grossteils unterstützt. FDP-Präsident Werder wiederum stellte die klare Forderung auf, einen Sozialinspektor in Adliswil anzustellen. - Das Publikum nahm die Gelegenheit wahr, kritische Fragen zu stellen. Ein Votant bemängelte den schlechten Informationsfluss seitens des Ressorts Soziales, womit er Robert Wälle unterstützte. Eine Besucherin vertrat die Ansicht, dass ein Sozialinspektor einiges zur Wiederherstellung des Vertrauens beitragen könnte. Eine weitere Wortmeldung betraf die Situation von schlecht ausgebildeten Jugendlichen, die es dringend zu verbessern gelte.
Ausführlicher Artikel im Tages-Anzeiger:
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Medienmitteilung der FDP








