Newsletter
FDP.Die Liberalen
Adliswil
01.07.2017

Positionspapier Lebensqualität

Dieses Positionspapier enthält die Position der FDP Adliswil zur Lebensqualität.

Lebensqualität
Für die Lebensqualität sind in erster Linie die Adliswilerinnen und Adliswiler verantwortlich. Mit kleinen oder grossen Aktionen kann jeder und jede dazu beitragen, dass Adliswil eine lebenswerte Stadt bleibt. Beweis dafür sind tausende Adliswilerinnen und Adliswiler, die sich in über hundert Vereinen engagieren und sich so für Adliswil einsetzen. Lebensqualität lässt sich nicht durch die Politik verordnen. Sie kann jedoch mit Massnahmen dazu beitragen, dass private Initiative auf fruchtbaren Boden fällt.


Zentrumsgestaltung – attraktiv, sauber und sicher
In den kommenden Jahren wird das Adliswiler Zentrum eine starke Umgestaltung erfahren. Neben der Überbauung auf dem Stadthausareal wird es auch beim Bahnhof und auf dem Bahnhofplatz bauliche Veränderungen geben. Geplant ist zudem ein Bushof, der neben dem Bahnhof die zunehmende Zahl an Buslinien aufnehmen soll. Wir werden diesen Prozess aktiv begleiten und legen dabei Wert auf praktische Lösungen: So soll am Bahnhof auch Platz für "Kiss & Ride" entstehen. Mit einer wirtschaftsfreundlichen Politik setzen wir uns auch für ein lebhaftes Gewerbe mit attraktiven Geschäften im Stadtzentrum ein. Dazu gehören auch genügend Parkplätze, die das Zentrum als Einkaufs- und Begegnungszone attraktiv halten. Um das Sicherheitsgefühl rund um den Bahnhof zu erhöhen, soll die Stadtpolizei weiterhin regelmässig vor Ort sein – wünschenswert wäre ein Polizeiposten mitten im Zentrum.


Neue Quartiere – Infrastruktur realisieren statt verhindern
Adliswil wächst. Auch in den neuen Quartieren Grüt, Moos und Dietlimoos soll die benötigte Infrastruktur bereitgestellt werden. Wir bedauern, dass die grüne Kulturlandinitiative die Weiterentwicklung dieser Quartiere um einige Jahre zurückwarf, was insbesondere auch die Realisierung eines Schulhauses verzögert. Wir setzen uns dafür ein, dass die Infrastrukturbauten möglichst zeitnah realisiert werden können. Dazu gehört auch der Ausbau der Zurich International School (ZIS), von dem auch Adliswiler Schüler und Vereine profitieren können. Die ZIS wird nicht nur ein weiteres Schulhaus mitsamt Turnhalle errichten, sondern diese Turnhalle auch der Stadt Adliswil zur Verfügung stellen.


Sood - das Tor zu Adliswil
Der Kanton Zürich entwickelt sich schwergewichtig entlang von S-Bahn-Linien und bei S-Bahnhöfen. Dies ist auch entlang der Sihltalbahn nicht anders: Bei der SZU-Haltestelle Giesshübel wurde eine grosse Überbauung 2013 vollendet. 2007 wurde flussaufwärts, bei der Haltestelle Saalsporthalle, das Einkaufszentrum "Sihlcity" eröffnet. Bei der Haltestelle Manegg ist ein gewaltiges Projekt unter dem Namen "Green-City" am entstehen. Neben dem Bahnhof Leimbach wachsen bereits die Türme des "Sihlbogens" in die Höhe. Es ist davon
auszugehen, dass der Bahnhof Sood-Oberleimbach der nächste Hot-Spot dieser Entwicklung ist. Die Mitsprache-Möglichkeiten der Stadt sind beschränkt. Wir werden uns – im Rahmen dieser Möglichkeiten und unter Respektierung des Privateigentums – für sinnvolle Lösungen im Sood einsetzen. Im Vordergrund stehen wertschöpfungsintensive Projekte, welche kein erhöhtes Verkehrsaufkommen verursachen.


Problemliegenschaften – das Stadtbild ist uns wichtig
Problemliegenschaften sind Liegenschaften, die nicht oder nur ungenügend unterhalten werden. Häufig werden sie von Sozialhilfebezügern bewohnt, denn Personen mit grösserer Finanzkraft würden solche Liegenschaften nie bewohnen wollen. Verfallen aber zu viele Häuser, wird dies zum Problem: Die Menschen fühlen sich unwohl, das Stadtbild leidet und die Standortattraktivität nimmt ab. Gleichzeitig sind solche Wohnungen oftmals überbelegt und gelten nach gesundheitspolizeilichen Kriterien als unbewohnbar. Die Hauseigentümer sollen
diese Liegenschaften soweit renovieren, dass sie wieder zu einem schönen Stadtbild beitragen und als bewohnbar gelten. Daneben soll die Einwohnerkontrolle konstant darauf achten, dass Wohnungen nicht überlegt werden: Wenn acht Personen in einer Dreizimmerwohnung gemeldet sind, sollte dies misstrauisch machen und Abklärungen auslösen.


Verkehr – effizient bewältigen statt verhindern
Seit der Eröffnung des Uetliberg-Tunnels hat sich die Verkehrssituation in Adliswil stark entschärft. Es gibt aber weiterhin Optimierungspotential: im Grossen wie im Kleinen. Wir machen uns dafür stark, dass am Bahnhof Adliswil eine "Kiss&Ride"-Zone eingeführt wird: Damit gemeint ist, dass man straffrei Personen beim Bahnhof mit dem Auto abladen oder abholen darf. Dies ist heute legal nicht möglich (Halteverbot in der Florastrasse) und zudem benutzen sechs Buslinien den gleichen Platz. Es braucht im Zentrum aber auch genügend Parkplätze für Gewerbe. Denn Studien zeigen, dass Gewerbebetriebe besonders unter Parkplatzmangel leiden. Für uns denkbar ist auch ein massvoller Ausbau des öffentlichen Verkehrs. Wir legen Wert darauf, dass der öffentliche und private Verkehr nicht durch Tempo-30-Zonen oder andere Behinderungen verlangsamt wird.