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FDP.Die Liberalen
Adliswil
Ortspartei Adliswil
13.10.2017

Gut gerüstet in die digitale Revolution: Programmierunterricht an der Schule Adliswil

Die „digitale Revolution“ ist in vollem Gange. Doch es gilt nicht von Angst getrieben darauf zu reagieren, sondern proaktiv die sich daraus bietenden Chancen zu nutzen.

Die Medien berichten zurzeit unablässig von den Konsequenzen der immer schneller voranschreitenden Automatisierung, Mechanisierung und Digitalisierung, und viele sehen darin grosse Job-Vernichter. Ganz ähnlich wurde bereits vor rund 200 Jahren die Situation im Zuge der damaligen industriellen Revolution beurteilt – und es ist anders gekommen als befürchtet. Selbstverständlich werden einige heute noch von Menschen übernommene Aufgaben künftig von Maschinen oder Computern bewältigt werden. Das heisst aber nicht, dass die Betroffenen keine Arbeit mehr haben. Wer konnte sich vor 30 Jahren vorstellen, dass es Berufe wie App-Entwickler oder Smartphone- Reparateure geben wird? Wir stehen momentan an der Schwelle zu einem neuen Zeitalter und um den Übertritt erfolgreich bewältigen zu können, muss man sich vorausschauend darauf vorbereiten. Dies betrifft insbesondere die Arbeitskräfte von morgen.

Wie an vielen anderen Schulen auch, wurde an jener der Stadt Adliswil vor Kurzem ein Medien- und ICT-Konzept entwickelt. Die Schulzimmer wurden mit modernster IT-Infrastruktur ausgerüstet und ein grosser Teil der Schüler mit iPads ausgestattet. Vorderhand Massnahmen, die durchaus als angebracht erscheinen. Wirft man aber einen Blick in die einschlägigen Konzepte, stellt man rasch fest, dass sie nicht sehr zukunftsgerichtet sind. Rund 30 Jahre nach Einzug des Personal Computer in unseren Alltag, 20 Jahre nach der Kommerzialisierung des Internets und über 10 Jahre nach Aufkommen der modernen sozialen Medien und Smartphones ist die Rede von der Notwendigkeit des Grundverständnisses zur Bedienung von IT-Mitteln sowie zum verantwortungsvollen Umgang mit IT- basierter Kommunikation. Dies mag den Anforderungen von heute vielleicht noch knapp entsprechen, in zehn Jahren, wenn die heutigen Schülerinnen und Schüler ins Erwerbsleben eintreten, wohl aber nicht mehr. Egal ob in einem kleinen agilen Gewerbebetrieb oder in einer Grossunternehmung: Die heutigen Schülerinnen und Schüler werden auf eine Art und Weise mit Informationstechnologie umgehen müssen, wie wir uns das heute noch gar nicht vorstellen können. Erschreckend ist gleichzeitig, dass sich die Schweiz in internationalen Studien wie der zuletzt im Jahr 2013 veröffentlichten „International Computer and Information Literacy Study“ nur im Mittelfeld bewegt.

Es ist also höchste Zeit, dass ein Umdenken stattfindet und man den Weg aus einer defensiv- reaktiven Haltung hin zur zukunftsweisenden IT-Grundausbildung findet. Einen ersten Schritt in die richtige Richtung hat vor wenigen Monaten die Gemeinde Zumikon gemacht: Neu enthält der Lehrplan bereits in der Primarschule Progammierunterricht. Mit einfachen, speziell für solchen Unterricht entwickelten Programmiersprachen werden die Schülerinnen und Schüler stufengerecht an das Thema herangeführt. Dabei werden nicht nur die Grundlagen des Programmierens vermittelt, sondern insbesondere auch das abstrakte und analytische Denken geschult. Wissen und Fertigkeiten, die im digitalen Zeitalter – egal in welchem Tätigkeitsbereich – unabdingbar sein werden. Die FDP- Gemeinderäte Markus Bürgi und Mario Senn haben daher zusammen mit Daniel Frei (Gemeinderat Freie Wähler) vor wenigen Tagen einen Vorstoss eingereicht, welcher die Möglichkeiten zur Einführung eines solchen Programmierunterrichts an der Schule Adliswil klären soll. Denn die FDP Adliswil ist überzeugt, dass zukunftsweisende Ausbildungskonzepte und dazugehöriger Pioniergeist zwingendes Rüstzeug sind, um die Schwelle in digitale Zeitalter erfolgreich zu überschreiten.

FDP Adliswil